Bund der Filmbüros Interessenvertretungen und regionale Berufsverbände

Die Filmbüros vereinen in ihren Reihen Personen von hinter der Kamera und vor der Leinwand. Der Schwerpunkt liegt aber auf den Film:schaffenden. Der Zusammenschluss der Filmbüros ist das politische Sprachrohr der regionalen Verbände.

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Die Filmbüros überblicken mehr als 30 Jahre Erfahrung im Bereich „Investition und Ertrag“ bei der Filmförderung. Wir stehen in unmittelbarem Austausch mit den Filmschaffenden – mit Professionellen, Quereinsteigern und dem Nachwuchs. Wir kennen die Personen hinter den Projekten und beobachten ihre Entwicklung. Wir haben die Erfahrung, wie und wo unerwartete Themen und frische Erzählformen entstehen und wie sie gefördert werden können. Die Förderresultate können sich in Qualität, Effizienz und Gleichstellung der Geschlechter sehen lassen. Wir sind mit den Kinotheatern verbunden. Wir sind in den Regionen und untereinander vernetzt.
Wir haben keine Eigeninteressen.
Wir denken kulturfördernd.

www.filmbueros.de

Berlinale 2026 und die Freiheit der Kunst Der Bund der Filmbüros schließt sich der Protestnote der AG Dok an.

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AG dok
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Wir teilen die Sorge um die Freiheit der Kunst. Filmfestivals sollen als Ort künstlerischer Auseinandersetzung und gesellschaftlicher Debatte frei und geschützt sein. Aussagen von Filmschaffenden als Gäste eines Festivals dürfen nicht automatisch als Meinung des Festivals angesehen werden.
Der Bund der Filmbüros schließt sich der Protestnote der AG DOK in allen Punkten an.

Bund der Filmbüros. AG Dok Protestnote Weimer Berlinale

Die Pressemitteilung der AG Dok als PDF zum Download finden Sie hier: www.agdok.de

Bund der Filmbüros auf der Berlinale

2026 Filmbueros Treffen 2026 foto kerstin hehmann web
2026 Filmbueros Treffen 2026 foto kerstin hehmann web
Berlinale 2026
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26.02.2026. Jedes Jahr treffen sich die Filmbüros der Bundesländer bei der Berlinale zum Informationsaustausch. Vertreten waren dieses Jahr Filmbüro NW, Filmverband Südwest, Film- und Kinobüro Hessen, Film- und Medienbüro Nds, Filmverband Sachsen, Saarländisches Filmbüro und Filmbüro Bremen.

An aktuellen Themen aus den Ländern sei hier neben der Haushaltslage vor allem die Sorge vor Einflussnahme durch die Politik genannt. Wir wollen daher die Lobbyarbeit für unabhängige Fachjurys verstärken, wie sie die Kulturelle Filmförderung seit jeher auszeichnen und von kulturwirtschaftlichen Förderungen abgrenzt. Weitere Themen sind natürtlich die Ausgestaltung der Investitionsverpflichtung, aber auch der Einsatz des Sondervermögens in Investitionen z.B. in Kinotheater.
Und immer wieder die Freiheit der Kunst. Diese wurde gerade im Nachgang der Berlinale durch Kulturstaatsminister Weimer in Frage gestellt und mit Personalentscheidungen in Zusammenhang gestellt. Für die Trennung von Einzelmeinungen der Gäste von offiziellen Festivalstatements und gleichzeitig für Meinungsfreiheit, hat sich der Bund der Filmbüros der Protestnote der AG DOK vom 25.02.2026 angeschlossen.

Jury "Film des Monats" abgesetzt Stellungnahme der Filmbüros

18.12.2025. Wie wir erfahren haben, soll die Jury der Evangelischen Filmarbeit zum Jahresende 2025 abgeschafft und die Geschäftsführerin Christina Wolf-Weide zum 31.12.2025 gekündigt werden.
Als Vereine, die sich seit Jahrzehnten für die Filmkultur stark machen, ist uns die Jury seit unseren Anfängen ein Begriff. Die Vergabe des „Film des Monats“ ist ein vertrautes Format, das wir mit großem Interesse wahrnehmen, weil damit ein aktueller Film in differenzierter Weise beleuchtet wird und eine besondere Aufmerksamkeit erhält. Es ist von großer Bedeutung, dass es sich um eine von Expert:innen getroffene Juryentscheidung handelt, die dem Charakter einer Preisvergabe eines Festivals gleichkommt und deren Reputation die Wahrnehmung eines Films deutlich verstärkt.
(...)
Der „Film des Monats“ ist untrennbar mit der Arbeit einer unabhängigen, vielseitig zusammengesetzten und kontinuierlich arbeitenden Jury verbunden, die die Filme gemeinsam anschaut und diskutiert. Dies ist eine besondere und selten gewordene Qualität, die über eine individuelle Filmkritik hinausgeht und die sich von oft sehr nahe an Werbetexten der Filmverleiher befindlichen Filmbeschreibungen auf erfrischende Art unterscheidet.
Wir appellieren daher nachdrücklich an Sie, das erfolgreiche und in der Filmszene sehr geschätzte Jurymodell fortzusetzen, zu dem zwingend auch die Weiterbeschäftigung der Geschäftsführerin Christina Wolf-Weide, gehört. An diesem, mit minimalem Etat versehenen Bereich zu sparen, würde bedeuten, am ohnehin schmalen Ast der unabhängigen Filmarbeit und des kritischen Filmjournalismus weiter zu sägen.

Die vollständige Erklärung der Filmbüros zur Juryabsetzung "Film des Monats" als pdf

Treffen auf der Berlinale 2025

Der Bund der Filmbüros trifft sich traditionell auf der Berlinale, dieses Jahr in der Bremischen Landesvertretung.

17.02.2025 Treffen der Filmbüros. Foto: Leila Hatschmann
17.02.2025 Treffen der Filmbüros. Foto: Leila Hatschmann

Mit dabei waren 2025 Filmverband Sachsen, Filmkultur Schleswig-Holstein, Film- und Medienbüro Niedersachsen, Filmbüro Bremen, Filmbüro NW, Film- und Kinobüro Hessen, Saarländisches Filmbüro.

Die Themen vom letzten Jahr bleiben aktuell. Das neue Filmfördergesetz FFG ist nur in Teilen in Kraft und wird uns weiter beschäftigen: wie wird die Richtlinie ausgearbeitet, wann kommt zum Steueranreizmodell. Auch die Berichte zur Zusammenarbeit mit den jeweiligen Länderförderungen geben immer wichtige Impulse für die eigene Arbeit. Gemeinsam ist uns hier das Augenmerk auf die freien Filmschaffenden und die Sicherung von Diversität in Personen, Themen und Erzählformen.

Keine Streichung von 3sat

11.10.2024 Der Bund der Filmbüros appelliert an die Rundfunkkommission der Bundesländer, den Plan zur Streichung des Kultursenders 3sat nicht weiter zu verfolgen. Wie nur wenige Sender steht 3sat für anspruchsvolle, kritische Inhalte zu gesellschaftlich relevanten Themen. Sowohl für die kulturinteressierte Öffentlichkeit als auch für die unabhängigen Filmschaffenden, für die der Sender auch aus wirtschaftlichen Gründen ein zentraler Partner ist, wäre der Wegfall von 3sat ein unverzeihlicher kulturpolitischer Einschnitt.
Wir schließen uns dem Schreiben des Filmbüro NW vom 9.10. vollinhaltlich an.

Stellungnahme 3sat Bund der Filmbueros 2024

Stellungsnahme zum FFG-Referentenentwurf

1. März 2024

Bund der Filmbüros: FFG-Entwurf vernachlässigt Film- und Kinokultur

Das Filmfördergesetz FFG regelt die Rahmenbedingungen für die Filmförderung in Deutschland. Eine Novellierung steht für 2024 wieder an. Das Filmbüro Bremen engagiert sich für die Stärkung der Kulturellen Filmförderung und größere Transparenz. Dies geschieht im Rahmen des Bundes der Filmbüros.

Treffen auf der Berlinale 2024

Wie jedes Jahr sind zur Berlinale die Filmbüros in Berlin und treffen sich zum Gedankenaustausch.

Netzwerk Film Demokratie
Netzwerk Film Demokratie

Der Bund der Filmbüros entschied, dem Netzwerk Film & Demokratie beizutreten.

Wichtiges Thema dieses Jahr war der kurz vorher in Umlauf gebrachte Referentenentwurf für das Filmfördergesetz FFG, zu dem auch der Bund der Filmbüros eine Stellungnahme abgeben wird. Als regionale Vereine mit z.T. mehr als 30 Jahren Erfahrung in der Filmarbeit bringen wir neben den branchenspezifischen Verbänden eine wichtige Perspektive ein.

Ein Thema, dessen wir uns annehmen wollen sind die Regionaleffekte der Länderförderungen, die wir ergebnisoffen diskutieren wollen. Als Vereine, die durch ihre Mitglieder verschiedene Berufsgruppen und Interessen vereinen, sind wir vielleicht die Richtigen für einen frischen Blick.

Das nächste Treffen des Bundes ist am 03.05.24 bei den Kurzfilmtagen Oberhausen geplant.

Treffen auf der Berlinale 2023

Auf der Berlinale trafen sich die Filmbüros wieder zum Austausch und Ausblick.

Treffen Mai 2022

Mai 2022. Beim Lichter Filmfest Frankfurt trafen sich die deutschen Filmbüros, um die gemeinsame filmpolitische Arbeit zu konkretisieren. Mit dabei: Film und Medienbüro Niedersachsen, Filmbüro NW, Filmbüro Bremen und Film- und Kinobüro Hessen. Außerdem waren in Gedanken dabei: Saarländisches Filmbüro, Filmkultur Schleswig-Holstein und Filmverband Sachsen.

B.Wolter/nds, S.Hofmann/nw, S.Wegelein/hb, D.Fend/h, NN/h, E.Heberling/h am 13.05.22
B.Wolter/nds, S.Hofmann/nw, S.Wegelein/hb, D.Fend/h, NN/h, E.Heberling/h am 13.05.22

Als loser Zusammenschluss wird der Bund der Filmbüros seine gesammelten Erfahrung aus mehr als 30 Jahren Filmförderung und regionaler Filmarbeit einbringen. Mit seinen rund 1.000 Mitgliedern aller Gewerke auf regionaler Ebene können wir wichtige Querschnittsthemen in die Diskussion einbringen.

Ansprechpartnerin ist derzeit Saskia Wegelein vom Filmbüro Bremen e.V. (Email-Adresse)

Treffen Berlinale 2020

Februar 2020. Die Filmbüros und Filmverbände aus den einzelnen Bundesländern oder Regionen treffen sich regelmäßig zum Austausch auf der Berlinale.

2020 Filmbürotreffen Berlinale. Foto: Kerstin Hehmann
2020 Filmbürotreffen Berlinale. Foto: Kerstin Hehmann

Novellierung des FFG 2019/21

2019/2021 läuft die Novellierung des Filmfördergesetzes ffg. Hier ist unsere Stellungnahme dazu:
Bund der Filmbüros Stellungnahme zur Novellierung des FFG 2019
Wir beziehen uns darin vor allem auf die Stellungnahme des Verbands der deutschen Filmkritik VDFK: Stellungnahme des VdFk zum FFG 2022

woher wir kommen

In Hamburg wurde 1979 das erste Filmbüro als Verein von Filmschaffenden gegründet und initiierte eine Kulturelle Filmförderung. Filmbüros mit ähnlichen Ausrichtungen und Aufgaben entstanden bis 1991 in fast allen Bundesländern. Die Förderungen der Filmbüros waren am FFG angelehnt und immer den Ideen der Kulturellen Filmförderung verpflichtet: unabhängige wechselnde Fachjurys, Mut zu künstlerischer Forschung und Experiment, Schwerpunkt auf Inhalt und Form. Die Filmbüros bilden damit die regionale Ergänzung zur Filmförderung des Bundes.
Die Fördersummen waren eher niedrig und kamen aus Wirtschaft- und/oder Kulturressorts. Über den Förderverbund der Filmbüros konnten geförderte Filmschaffende aus einem Bundesland, weitere Mittel bei einem anderen Filmbüro beantragen. So wurden auch größere Projekte ermöglicht.
Mit der Gründung der kulturwirtschaftlichen Landesfilmförderungen ab 2000 wurden in vielen Bundesländern die Mittel der Kulturellen Filmförderung gekürzt. Statt der Vielfalt der Fördermöglichkeiten wurde gegen den Widerstand der Filmbüros die „Förderung aus einer Hand“ durchgesetzt. Man ignorierte dabei die Notwendigkeit einer nicht kommerziell, sondern auf künstlerische Projekte ausgerichteten Förderung mit ihren Besonderheiten. Statt Fachjurys entscheiden nun Gremien.
Die gewachsenen Strukturen der Filmbüros blieben als Filmverbände erhalten, zum Teil durch Kulturressorts institutionell gefördert. Sie sind in der regionalen Filmszene verwurzelt, pflegen das Netzwerk, und beobachten die filmpolitische Entwicklung mit Interesse.

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