Bremer Premiere beim 11. Filmfest Bremen: Do 16.04.17:00 Theater, So 19.04. 15:00 City46

LUISA von Julia Roesler und Silke Merzhäuser, Werkgruppe2

LUISA lebt in einer Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderung. Sie ist 22 Jahre alt und neugierig auf das Leben. Unbemerkt wird Luisa immer stiller, der Alltag in der Wohngruppe geht weiter, bis unerwartet festgestellt wird, dass Luisa schwanger ist. Sie erzählt niemandem, was passiert ist, sie schweigt. Es wird sexueller Missbrauch vermutet.

Bremer Premiere beim 11. Filmfest Bremen

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Do 16. April - 17:00 Theater Bremen - Kleines Haus
So 19. April - 15:00 City46
11.Filmfest Bremen

Luisa
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Luisa
Luisa
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D 2025, 94 Min
Buch: Silke Merzhäuser, Julia Roesler
Regie: Julia Roesler
Kamera: Frank Amann
Musik: Insa Rudolph
Ton: Antje Volkmann
Szenenbild: Thomas Rump
Kostüm: Anna-Leena Rieger
Maske: Hanna Buß

Mit: Celina Scharff, Katharina Bromka, Michael Schumacher, Melanie Lux, Josefine Großkinsky, Noa Michalski, Matthias Zalachowski, Lina Strothmann, Dennis Seidel, Trixi Strobel, Martin Schnippa, Hadi Khanjanpour, Tim Porath, Gina Calinoiu, Bernd Hölscher, Sarah Hostettler, Eva Löbau und Peter Lohmeyer

Das Phänomen des sexuellen Missbrauchs von Behinderten ist nicht neu – doch der Fakt, dass Frauen mit Behinderung 2-3 mal so häufig von sexuellem Missbrauch betroffen sind wie Nicht-Behinderte, zeigt einen gesellschaftlichen Abgrund und ist als breit wahrgenommenes Thema deutlich unterrepräsentiert. Gründe dafür liegen in der Tabuisierung der Unterbringung von Menschen mit Behinderung, der Wahrung ihrer Bürgerrechte und mangelnden Wahrnehmung als Menschen mit einer eigenen Sexualität.

Die Geschichte, die wir in dem dokumentarischen Spielfilm erzählen, basiert auf einer Interview-Recherche, gefördert durch den 20. Bremer Dokumentarfilm Förderpreis des Filmbüros Bremen.

www.luisa-film.de

Förderung
20. Bremer Dokumentarfilm Förderpreis
Nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH
BKM - Beauftragte der Bundesregierung für Film und Medien
Deutscher Filmförderfonds

Eine Koproduktion von werkgruppe2, Hanfgarn&Ufer und dem ZDF – Das kleine Fernsehspiel.
www.werkgruppe2.de
www.hu-film.de

Hintergrund

Der Debüt-Kinospielfilm LUISA, der als Koproduktion von werkgruppe2, Hanfgarn & Ufer und dem ZDF-Das kleine Fernsehspiel entstanden ist, wurde mit einem professionellem Cast aus zehn Schauspielerinnen mit und zehn Schauspielerinnen ohne Behinderung realisiert, das ist ein enormes Alleinstellungsmerkmal und hat es so mindestens in Deutschland noch nicht gegeben.

Das Drehbuch wurde von Julia Roesler und Silke Merzhäuser auf Basis einer monatelangen Recherche in Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderung geschrieben. Neben der individuell bewegenden Geschichte der jungen Bewohnerin LUISA sollen auch die Strukturen, die die extrem hohen Fallzahlen von Missbrauch an Frauen mit Behinderung ermöglichen, gezeigt werden. In der Drehbuchentwicklung wurde mit dem inklusiven Ensemble MEINE DAMEN UND HERREN aus Hamburg zusammengearbeitet, von denen auch einige Schauspieler:innen zum Cast gehören. Gemeinsam wurden die Figuren so weiterentwickelt, dass sie sowohl in Bezug auf die eigene inhaltlich-künstlerische Vorstellung, als auch in Hinblick auf vorhandene Barrieren für die Schauspieler:innen spielbar wurden. Während des Drehs wurden sowohl geskriptete, als auch improvisierte Szenen gefilmt.

Bremer Dokumentarfilm Förderpreis

Für die Recherche des Themas und die Entwicklung eines finktionalen Stoffes daraus, wurde die Werkgruppe2 2020 mit dem Bremer Dokumentarfilm Förderpreis des Filmbüros ausgezeichnet und gefördert.

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Jurybegründung 20. DOK Preis
Das dokumentarische Kino kennt verschiedene Wege zur Wahrheit. Luisa ist ein Projekt, das eine umfassende Recherche und die kollaborative Erarbeitung eines Skripts zusammen mit betroffenen Menschen mit inszenatorischen Mitteln verbindet.
Im ethisch komplexen Terrain sexualisierter Gewalt gegen behinderte Frauen überzeugt Luisa mit dem Vorhaben eines dokumentarischen Verfahrens, das versteckte und verschwiegene Gewalterfahrungen sichtbar – und damit besprechbar – macht, und dabei die Integrität und Persönlichkeitsrechte der Betroffenen wahrt.

Aufführungen und Preise

Kinostart im April 2026
alle Termine beim Verleih: www.realfictionfilme.de/luisa

11.Filmfest Bremen 15-19.04.2026

Weltpremiere am 15. Juni 2025 im Internationalen Wettbewerb des Shanghai International Film Festival
Shanghai International Film Festival, Wettbewerb, Weltpremiere
Mumba International Film Festival, Pune, Wettbewerb
Chicago International Film Festival, Reihe: Snapshots
Hofer Filmtage, Wettbewerb, Deutsche Premiere
Biberacher Filmfestspiele, Wettbewerb
Nordische Filmtage, Filmforum, Lübeck
Ahrenshooper Filmnächte, Wettbewerb
Braunschweig International Film Festival, Wettbewerb

Preise:
Förderpreis Neues Deutsches Kino – 51. Hofer Filmtage
Bestes Szenenbild – Bild-Kunst Förderpreis für Thomas Rump, 51. Hofer Filmtage
Best Feature Film – Mumba International Film Festival, Pune

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