Brüderlein von Nora Fingscheid

Ein Film aus der Microförderung 2012

Brüderlein

Brüderlein
Brüderlein

Drama, D, 2012, 46:00 Min
Regie: Nora Fingscheidt
Darsteller: Leonie Benesch, Stefan Rudolf, Amber Bongard
Drehbuch: Carl Gerber, Nora Fingscheidt
Ton: Sven Jensen-Brakelmann
Kamera: Simon Drescher, Mathieu (Fahraufnahmen) Rech
Schnitt: Stephan Bechinger
Musik: Lars Voges, John Gürtler
Produktion: Filmakademie Ludwigsburg
Unangemeldet steht Teresa vor der Tür ihres Halbbruders Ruben, der zurückgezogen auf einer Nordseeinsel lebt. Bis zu dem plötzlichen Tod des gemeinsamen Vaters wusste sie nicht einmal von seiner Existenz. Kopflos stolpert sie in ein fremdes Leben zwischen vergilbten Kegelbahnen und seltsamen Ringelgänsen. Als das Eis zwischen den beiden endlich zu schmelzen beginnt, wird es kompliziert - denn was sie verbindet, ist auch das, was sie trennt.

Eine Produktion der Filmakademie BW in Koproduktion mit dem SWR/arte und BR, gefördert durch die LBBW Stiftung und die Microförderung Bremen aus Mitteln der Bremischen Landesmedienanstalt.

Aufführungen

Uraufführung am 22.01.2013, Saarbrücken, Max Ophüls Preis - Wettbewerb
TV-Ausstrahlung 25.01.2014 ARTE

Weiteres

Die 2012 vom Filmbüro mit ihrem Projekt Brüderlein geförderte Autorin und Regisseurin Nora Fingscheid hat für ihr neues Projket "Systemsprenger" 2017 gleich zwei renommierte Preise erhalten: den Thomas-Strittmatter-Drehbuchpreis 2017 und auf der Berlinale den Kompagnon-Förderpreis.

"Systemsprenger"

Benni (9) heißt eigentlich Bernadette, aber wehe jemand nennt sie so! Das dünne Mädchen mit der wilden Energie ist das, was man im Jugendamt einen "Systemsprenger" nennt. Wo sie hinkommt, fliegt sie wieder raus. Mehr als fünfzehn Einrichtungen hat Benni schon durch, dabei will sie nur eins: wieder bei Mama wohnen. Doch Bianca hat Angst vor ihrer eigenen Tochter.
Das Drama der Regie-Absolventin aus der Filmakademie Baden-Württemberg soll nach dem Diplom-Dokumentarfilm „Ohne diese Welt“ das Spielfilmdebüt der Regisseurin werden, das sie zusammen mit der kineo Filmproduktion realisieren möchte. (Thomas-Strittmatter-Jury)

Die Begründung der Berlinale-Jury im Wortlaut:
"'Systemsprenger' von Nora Fingscheidt entwirft die Geschichte der neunjährigen Benni, die als Schwererziehbare, von ihrer überforderten Mutter aufgegeben, durch alle behördlichen Erziehungsraster fällt – bis der Sozialarbeiter Micha beschließt, eine wirkliche persönliche Beziehung zu dem Kind zu riskieren, und dabei seine Grenzen übertritt. Ein beklemmendes, einfühlsames und genau recherchiertes Szenario über unser pädagogisches System und ein ergreifendes, humanistisches Plädoyer für die 'Schwierigen', die Nicht-Konformen, die vermeintlich Dysfunktionalen. Nora Fingscheidt verzichtet darauf, Antworten zu geben, sondern lässt die Fragen, die sie stellt, in einem Echoraum weiterschwingen. Systemsprenger hat so unsere Herzen berührt und unser Denken nachhaltig bewegt."

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