Irre Abhängig Dokumentarfilm von Sobo Swobodnik und Eckhard Geitz

18. Dokumentarfilm Förderpreis aus Mitteln der Bremischen Landesmedienanstalt

Irre Abhängig

in Entwicklung
D, 90 min.

Irre Abhaengig klein
Irre Abhaengig klein

Buch und Regie: Sobo Swobodnik und Eckhard Geitz
Produktion: Erik Winker/HUPE film

Wir wollen daran erinnern, dass die Psychiatrie ein Ort ist, wo der Mensch besonders menschlich ist, d.h. wo die Widersprüche des Menschen oft nicht auflösbar, die Spannung auszuleben ist: so ist das Unmenschliche und Übermenschliche, das Banale und Einmalige, Oberfläche und Abgrund, Passivität und Aktivität, das Kranke und das Böse, Weinen und Lachen, Leben und Tod, Schmerz und Glück, das Sich-Verstellen und das Sich-Wahrmachen, das Sich-Verirren und Sich-Finden. Die Frage "Was ist ein psychisch Kranker?" ist fast so allgemein wie die Frage "Was ist ein Mensch?"

-- Nach Dörner/Plog:
"Irren ist menschlich" - Lehrbuch der Psychiatrie und Psychotherapie

Irre Abhängig öffnet eine Black Box. Warum führen Alkohol- oder Drogenabhängigkeit dazu, dass schwere kriminelle Handlungen nicht mit Gefängnis bestraft werden, sondern der Maßregelvollzug als Urteil am Ende des Verfahrens steht? Einblicke in die forensische Psychiatrie wirken für die meisten Menschen fremd, unbekannt und mitunter bedrohlich. Isolation, Freiheitsentzug und Therapie bestimmen für Jahre das Leben der Insassen. Aber was sind ihre Bedürfnisse? Welche Identitäten bilden sich hinter Gittern, Mauern, Stacheldraht und verschlossenen Türen? Die Autoren konzentrieren sich ganz auf ihre Protagonisten. Alltage und die Entwicklung von Beziehungsstrukturen werden über die Cinema-Direct-Methode nachgezeichnet. Das Portrait zeigt Sichtweisen, Erfahrungen und Wahrnehmungen der Patienten. Was passiert, wenn ein rauhes Leben zwischen Sucht, Delinquenz und sozialer Randständigkeit in die Bahnen von Vernunft, Kontrolle und Verhaltensregeln gezwungen wird?

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