22.7.2005: Kino 46 - Kommunalkino Bremen e.V.

Diplom-Premieren der Hochschule für Künste

Zwei Diplomanden der Hochschule für Künste Bremen stellten ihre Dokumentarfilme im Kino 46 vor.

Reichsfeind, Volksfeind, Verfassungsfeind. Ein Leben im Widerstand.

Reichsfeind, Volksfeind, Verfassungsfeind. Ein Leben im Widerstand.
Reichsfeind, Volksfeind, Verfassungsfeind. Ein Leben im Widerstand.

Dokumentarfilm, Deutschland, 2005, 80 Min
Konzept, Regie, Schnitt: Ralf Küster
Kamera: Claudio Pfeifer
Ton: Lea Saby
Produktion: Naivsuper-Film
Peter Gingold leistet in Deutschland, Frankreich und Italien Widerstand gegen den Nationalsozialismus. 1945 kehrte er nach Deutschland zurück um ein antifaschistischen Land aufzubauen. Die politische Verfolgung seiner Person ging jedoch in der BRD weiter. Kleinstprojektförderung 2005

Chocolate Trees

Chocolate Trees
Chocolate Trees

Dokumentarfilm, Deutschland, 2005, 40 Min
Regie: Olaf Simon
Ein entwicklungspolitischer Roadmovie zu den Pforten der Wahrnehmung. Zwischen Tradition und Globalisierung öffnet sich ein Pfad kultureller Vernetzungen. Auf der Suche nach einer gerechteren Welt entsteht eine spannende dokumentarische Reise an die Grenzen Europas. Kulturelle Filmförderung 2004

Ralf Küster
Ralf Küster
Olaf Simon
Olaf Simon

Jeweils im Anschluss an die Filme gab es ein inhaltlich und künstlerisches Gespräch, an dem sich das Publikum - vorwiegend Studierende der HfK Bremen - rege beteiligten. Nach inhaltlichen Überlegungen brachte die provokant in den Raum gestellte Frage, ob und wo es sich bei den beiden Filmen um "Kunst" handele, eine engagierte Diskussion in Gang. Ist ein Film per se seltener als Kunst akzeptiert als eine Skulptur oder ein Gemälde? Hat also das Medium des bewegten Bildes noch für die Anerkennung bei den "alten" Künsten zu kämpfen? Oder muss man einfach trennen: Hier sind zwei Dokumentarfilme entstanden, in denen für die Filmschaffenden der Inhalt und nicht die Form im Vordergrund stand. So kam das Publikum in Kreisen zurück auf die Frage: Was ist Kunst? "Kunst ist Kommunikation und Experiment" wurde als Definition vorgeschlagen. Die Verantwortung der Kunst-Studierenden gegenüber der Gesellschaft wurde angesprochen: Von ihnen werde erwartet, dass sie für die Zukunft schaffen, experimentieren, Bedetung schaffen.
Eine so angeregte und grundlegend wichtige Diskussion der Kunstschaffenden um Film als Kunst sollten wir in unsere Szene der Filmschaffenden mehr einbeziehen.

Prof.F.Guiton
Prof.F.Guiton

Fotos von:

Katherine Martin
Mail: katherine.(Email-Adresse)

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