10. Dokumentarfilm Förderpreis 2002

Zum zehnten Mal wurde der Dokumentarfilm Förderpreis verliehen. Dank der Unterstützung durch die Bremischen Landesmedienanstalt und Radio Bremen konnten insgesamt 15.000 € ausgelobt werden.

Die diesjährige Jury bestand aus
Christian Bau (Hamburg)
Rebecca Harms (Hannover)
Claudia Richarz (Köln)

Sie vergab den Hauptpreis des Dokumentarfilm-Förderpreises für das formal und ästhetisch herausragende Konzept eines jungen Talents. Euro 10.000,-- stehen zur Verfügung- und die Jury geht davon aus, dass der Preisträger mit diesem Geld auch drehen wird.

Im letzten Jahr noch gab es insgesamt nur DM 10.000,-- Preisgeld, das sich Monika von Behr ('Some like it cool') und Ulrike Westermann ('Wer war Mforbei Solomon Fusi?') teilen mussten, um in den USA, in Kamerun, Frankreich und England zu recherchieren. Die Projekte sind zwischenzeitlich dennoch weit gediehen.
Dieses Jahr hat die Bremische Landesmedienanstalt ihr Preisgeld auf Euro 7.500 erhöht - und Radio Bremen unterstützt den Dokumentarfilm Förderpreis erstmalig - in der selben Höhe. "Das hat dem bundesweiten Renommee des Preises sehr genutzt.", freut sich Klaus W. Becker, Geschäftsführer des Filmbüros. "Die Zahl der Einreichungen hat sich auf 33 fast verdoppelt. Und die letzten Jahre zeigen: Wir hatten beim Dokumentarfilm Förderpreis noch immer die Nase vorn. Das wird sich diesmal einmal mehr beweisen. Prima."

1. Preis - 10.000 €

Strange Again - Synthiepop in Thüringen von Markus Wustmann

"Ein Film über seltsame Menschen, die bis zur Selbstaufgabe Fan sind und daraus künstlerische Kraft schöpfen."
So beschreibt der Bremer Filmemacher und Fotograf Markus Wustmann seine Idee für einen Dokumentarfilm auch über die eigene Vergangenheit.: "Ein Film der mit Offensichtlichkeit startet, Belustigung anzubieten scheint und dich dann in einer handfesten Depression entlässt... wäre der nicht... auf jeden Fall so, wie er sein sollte?
Weite Landschaften, Windräder, Rosen, Berge und eine Sonne, die nur scheint, nicht wärmt. Die Zutaten einer Bildsprache, die wie ein nasser Sack auf allem liegt,was mit Depeche Mode auch nur am Rande zu tun hat. Und natürlich die Protagonisten. Meist unscharf, wenn sie im Vordergrund stehen wollen."
Mehr wird hier noch nicht verraten. weiter lesen
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2. Preis - 5.000 €

Wir wollten die Welt verändern von Wilhelm Rösing

Günter Amendt (Sexualforscher), Oskar Negt (Sozialoge), F.K.Waechter (Zeichner, Kinderbuchautor, Regisseur), F.W. Bernstein (Professor für Karikatur und Bildgeschichten), Daniel Cohn-Bendit und Joschka Fischer (Politiker),
K.D.Wolff (Verleger) und sein Bruder Frank Wolff (Cellist):

Welche 'Tradition' der gemeinsamen 68er Bewegung setzen sie in ihrem Leben fort?

Für die grossen Sendeanstalten, so die Jury, sei das wahrscheinlich erst 2018 wieder ein Thema, zum fünfzigsten. Gut, dass die kulturelle Filmförderung hier einen längeren Atem habe und auch schon Material sichere von jenen, die dann ausnahmslos ältere Herren sein dürften. Vielleicht wachse auch (-nicht zuletzt mit Blick auf Frankreich-) aktuell wieder ein Interesse an gesellschaftlicher Reflexion. Da käme ein solcher Beitrag gerade recht. weiter lesen

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